Kompletter Guide für TULUM, Mexiko: Traumstrand, Mayastätte, Tapas und Ausflüge!

Oh, Tulum - du schöner Ort. Musstest du denn so toll sein? Nur weil du mich so begeisterst hast, musste ich wiedermal ein Stück meines Herzens bei dir lassen und bekomme es wohl auch nie wieder zurück. Was mich an Tulum so unglaublich fasziniert hat, möchte ich euch in diesem Reisebericht näher bringen. Nur so viel: Ein Ort, der Entspannen am karibischen Traumstand mit mexikanischen Leckerbissen und der Kultur der Maya verbindet - das muss doch einfach nur wie im Traum sein, oder?


Tulum ist ein kleiner Ort an der karibischen Küste Mexikos, der sogenannten Riviera Maya. 130 Kilometer bzw. 2 Stunden Autofahrt von Cancún entfernt, ist es einer der perfektesten Ausgangspunkte für eine Rundreise durch die mexikanische Yucatán-Halbinsel.

 

Wo Cancún vom Tourismus fast erschlagen wird und sein kleiner Bruder Playa del Carmen - ebenfalls an der Riviera Maya gelegen - schnell nachzieht, fühlt sich Tulum noch ein klein wenig wie eine süße Boho-Hippie-Nachbarschaft an. In dieser leben - neben den Mexikanern - hauptsächlich ausgewanderte Europäer und Argentinier, die mit bunten Perlen im Haar und meistens ohne Schuhe rumlaufen. 

 

Die Lage am türkisblauen Meer ist aber nicht das Einzige, womit Tulum glänzen kann, nein, es ist für etwas noch viel Tolleres bekannt: Die einige Fahrradminuten entfernte Maya-Stätte, die Ruinen von Tulum. In der Sprache der Maya, dem Mayathan, bedeutet Tulu'um so viel wie Festung, was freilich auf diese Maya-Stätte zurückführt. Und obgleich sie nicht so beeindruckend ist wie manch andere Maya-Stätten, ist sie für mich doch eine der Schönsten, und das aus einem Grund: Die Wahnsinns-Lage am Meer. Das war für die Maya übrigens eher untypisch, liebten sie es doch eher, im Urwald ihre Lager, Städte und ganze Reiche aufzubauen. 

 

In diesem Bericht möchte ich euch nach und nach näherbringen, warum ich mich sofort in diese Stadt mit dem einzigartigen Feelgood-Vibe verliebt habe.

 

1. Tulum - Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Tulum ist schwierig zu definieren, je nachdem, ob es einem auf gutes Wetter, warmes Wasser oder wenig Regen ankommt. Generell kann man das ganze Jahr über gut nach Tulum reisen. Die wärmsten Monate in Tulum sind aber April-Oktober, im warmen Wasser schwimmen geht im November und Dezember auch noch prima. Am meisten Regen könnt ihr im Juni und September erwarten.

 

Wir durften Tulum gleich zweimal auf unserer Reise unser Zuhause nennen. Einmal Anfang April, einmal Anfang Juni. Beide Male waren unbeschreiblich schöne Aufenthalte, aber tatsächlich gab es während unseres Aufenthaltes im Juni schon ganz schön viel Regen (entschuldigung, ich wollte eigentlich sagen: PLATZRegen!) Oftmals ist es aber bei so viel Hitze auch schön, eine kleine Abkühlung von Mutter Natur zu bekommen.


2. Anreise nach Tulum

Von Europa fliegt ihr am besten Cancún an. Die deutschen Fluglinien Condor und Eurowings fliegen direkt, meines Wissensstandes (Mitte '18) nur von München und Düsseldorf.  Von Zürich fliegt hie und da auch Swiss direkt.

An meine Landsmänner und -frauen, die Ösis: Servus und entschuldigung, für euch geht's nach Cancún nur mit Umsteigen! ;-)

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Helloooo Cancún!


Von Cancún geht's hurtig weiter, und zwar mit den folgenden Möglichkeiten:

 

BUS:

Vom Flughafen Cancún: Ihr nehmt direkt vom Flughafen den ADO-Bus nach Playa del Carmen. Dieser Bus geht ungefähr  jede halbe Stunde und kostet euch etwa 200 MXN/ 9 Euro.

In Playa del Carmen bucht ihr gleich im Busbahnhof den nächsten Bus nach Tulum. Diesmal könnt ihr zwischen ADO, AU oder Mayab wählen, wobei Mayab am günstigsten und unbequemsten ist. Mayab ist aber oft um die Hälfte günstiger und die Fahrt von Playa nach Tulum geht auch nur eine Stunde. Rechnet in etwa mit 5 Euro.

 

Von Cancún: Falls ihr vor eurem Tulum-Aufenthalt noch ein paar Tage in Cancún verbracht habt, geht's für euch direkt vom ADO-Busbahnhof in Cancún-Stadt nach Tulum. ADO-Busse kosten hierbei zwischen 100 und 200 Pesos, AU-Busse gibt's hie und da als Schnäppchen für 70 Pesos, alles hier nachzulesen und zu buchen.  

ACHTUNG: Die günstigen Bustickets von Mayab stehen nicht auf der Homepage, sie könnt ihr nur direkt am Schalter erstehen und das auch nur mit Cash. 

 

Von Playa del Carmen: stündliche Abfahrt nach Tulum mit ADO, AU und Mayab.

 

COLECTIVO:

Ab Playa del Carmen fahren Sammeltaxis, die sogenannten Colectivos, mehrmals pro Stunde (immer dann, wenn sie voll sind) nach Tulum. Preis: ungefähr 60 Pesos. 

 

MIETWAGEN:

Die Mietwägen haben in Mexiko einen ganz passablen Preis pro Tag. Auch wir nahmen uns einen in Playa del Carmen und fuhren damit quer durch die Yucatán-Halbinsel. Wenn ihr also nicht in Tulum, sondern in einer der Städte drumherum wohnt, könnt ihr Tulum auch easy per Mietwagen erreichen. Einen Tag vorher am Schalter vorbeischauen reicht meistens völlig aus. Kosten mit Glück (wie bei uns): 40 Euro pro Tag, ansonsten in Richtung 60-70 Euro (fragt vielleicht im Hostel, ob noch jemand auf eine Mietwagen-Tour Lust hat, dann wird's günstiger pro Person.)

 

PRIVATER SHUTTLE:

Ist euch das Umsteigen mit dem Bus und Gepäck tragen von Busbahnhof bis zum Hotel zu langwierig und anstrengend, könnt ihr direkt vom Flughafen Cancún einen privaten Transfer bis vor die Haustür eures Hotels/Hostels in Tulum buchen. *

 

3. Transport in und um Tulum

Das allerbeste Fortbewegungsmittel innerhalb Tulum sind auf jeden Fall eure Füße ;-). Die Stadt ist einfach so quirlig bunt, mit einem schönen Souvenir-Shop hier und einem günstigen, aber leckeren Tapas-Stand da, es gibt einfach viel zu viel zu entdecken, als dass man nicht zu Fuß herumspazieren sollte.

 

Habt ihr einen langen Tag hinter euch, ist das Taxi stets zu eurer Stelle. Ein Taxi von einem Ort zum anderen in Tulum Pueblo (also die Stadt und nicht der Bereich, wo das Meer ist) sollte euer Geldbörserl um ungefähr 30 Pesos leichter machen. Wollt ihr zu Tulum Playa, das Gebiet, wo sich das Meer und die Mayastätten befinden, kostet das Taxi dann schon ungefähr 100 Pesos, ca. 5 Euro.

 

Unser liebstes Fortbewegungsmittel waren in Tulum unsere Fahrräder, die wir gratis bei beiden Unterkünften, sowohl dem Hostel beim ersten Aufenthalt, also auch dem Hotel beim zweiten Aufenthalt, dazubekommen hatten. Mit dem Fahrrad von Tulum bis runter zum Strand zu fahren war einfach total entspannend und ich kann es euch nur empfehlen.

 

4. Tulum Unterkünfte

Ich weiß gar nicht, wo ich es in Tulum schöner gefunden habe. Im Hostel Che Babel*, wo man am Hostel-Pool abchillen konnte, während man darauf wartete, dass der legendäre Pizza-Abend endlich beginnen konnte, bei dem man für wenig Geld so viel Pizza essen konnte, wie man wollte?

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Pool des Hostel Che Babel, Tulum

      

Oder doch im modernen und sehr neuwertigen 4-Sterne-Hotel Mestizo Gallery*, in das es uns beim zweiten Mal verschlagen hatte? Bis jetzt schwärmen wir von deren Seife, die in Form eines kleinen Maya-Kalenders daherkam und soo lecker roch. Außerdem war ein hervorragendes Frühstück im Preis inkludiert, so wie auch der Fahrradverleih. 

 

Ich kann mich nicht wirklich entscheiden, denn beide Aufenthalte brachten andere Umstände mit sich, und beide Unterkünfte gefielen uns wirklich sehr gut. Am Ende gewinnt dann wahrscheinlich doch das 4-Sterne-Hotel, denn das Blattspinat-Feta-Rührei zum Frühstück war einfach eine Wucht.

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Frühstücksraum des Mestizo Gallery Hotels

Für diejenigen unter euch, die den nächsten Tulum-Urlaub unvergesslich machen wollen, wäre das Coco Tulum wahrscheinlich die beste Wahl. Direkt am Strand gelegen, bietet dieses exklusive Hotel Bungalows mit Meerblick, alles wunderschön in Weiß gehalten.

 

5. Essen und Trinken in Tulum

Oooh, was haben wir in Tulum gut geschmaust. Da der Ort mittlerweile ja mehr und mehr von Touristen überlaufen wird, gibt es allerhand Leckeres aus aller Welt zu verdrücken. Das Wichtigste aber zuerst: MEXIKANISCHE KÜCHE! Yumm!

 

Unsere allerersten Tamales ließen wir uns bei Tamales Don Taco schmecken. Dies ist vielleicht noch ein Geheimtipp, da es in einer Seitengasse nähe unseres Hostels Che Babel gelegen ist. Das "Restaurant" weist nur ein paar Holztischchen mit dazugehörigen Stühlen in einem Garten auf, daneben steht ein aufklappbarer Kiosk, in dem der Besitzer die Tamales zubereitet. Und Restauranttester Stef meint: Test mehr als bestanden!!!


Leckeres Grillhenderl gab's bei Pollo Branco.

 

Unser Geheimtipp für Tacos, Enchiladas, Quesadillas und alles, was das mexikanische Herz begehrt, ist hinter dem Parque dos Aguas gelegen und hört auf den einfahen Namen Gran Promoción. Dorthin hat es uns sicher jeden zweiten Tag verschlagen. Dieser Ort ist der König des Preis/Leistungsverhältnisses in Tulum. Ihr möchtet einen Burrito für 35 Pesos? Ihr kriegt ihn! Ihr wollt 4 Quesadillas für ebenfalls nur 35 Pesos? Auch das ist bei Gran Promoción möglich. Das meiste wird übrigens auf einer mobilen Küche, die vor dem Restaurant steht, zubereitet. Ihr könnt also sogar dabei zusehen, wie euer geliebter Taco mit Leckerheiten vollgestopft wird. 

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Im Taco-Himmel

Ein (in Österreich würde man sagen) pipifeines Eis habe ich bei Panna e Cioccolato verschlungen.

 

Außerdem habe ich fast jeden Abend im vorher bereits erwähnten Parque dos Auguas, einem zentralen, hübschen Park in Tulum, gesündigt. Dieser Park erwacht am Abend nämlich erst so richtig zum Leben, in dem auf einmal überall Dutzende von Fress-Ständen stehen. Sie verkaufen vor allem zwei Dinge: gekochte Maiskolben mit Saucen drauf oder ---- Trommelwirbel --- MARQUESITAS


Diese höllischen Köstlichkeiten werden ähnlich wie eine Palatschinke hergestellt und sind wohl auch aus ähnlichem Teig. Mit dem Unterschied, dass die Mexikaner es mit der Füllung nicht so genau nehmen. Die kann auch mal herzhaft-süß sein und so fand ich mich an meinem ersten Abend in Tulum mit einer Marquesita wieder, die mit Käse und Nutella gefüllt war. Das war aber noch nicht das Schlimmste an der Story. Das Schlimmste war, dass es mir aber sowas von geschmeckt hat, haha!

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Einer der zahlreichen Marquesitas-Stände im Parque dos Aguas in Tulum
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Und hier sehen wir eine glücklicke Stef mit einer sündigen Nutella-Käse-Marquesita

6. Kleine Ausflüge rund um Tulum

In Tulum, also der Stadt selbst, kann man nicht wirklich viel machen außer spazieren und essen gehen (trotzdem zwei essentielle Dinge) bzw ausgehen am Abend.

 

Rund um Tulum gibt's aber massenhaft Ausflugmöglichkeiten, die ich euch hier vorstellen möchte:

6.1. Die Mayastätten von Tulum

Juhu, endlich sind wir beim wichtigsten Punkt. Eine meiner Lieblings-Mayastätten, die auch noch in einer meiner Lieblingsstädte in Mexiko liegt. Also, an diesem Ort hat Mutter Schöpfung es wirklich gut gemeint!

 

Von Tulum Pueblo fahrt ihr mit dem Fahrrad ungefähr 20-30 Minuten runter zum Strand. Am Weg zum Strand kommt ihr ganz easy bei den Maya Ruinen vorbei. Alternativ könnt ihr auch mit dem Tuk Tuk, Taxi oder Mietwagen zu den Ruinen gelangen.

 

Die Mayastätten sind von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Ich empfehle euch, so früh wie möglich hinzugehen - oder um 16 Uhr. Wir kamen so um 16 Uhr bei den Ruinen an und hatten noch eine schöne Stunde drin, bis man uns rauspfiff.

Die Ruinen von Tulum, die auf Mayathan wahrscheinlich Zama genannt wurden, wurden zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert errichtet. Von Forschern wird angenommen, dass es aufgrund seiner strategisch perfekten Lage am Meer ein wichtiger Knotenpunkt für den Handel der Maya war.

Die wichtigsten Gebäude der Tulum-Ruinen sind das Schloss (Castillo), der Tempel des Herabsteigenden Gottes (Templo del Dios Descendente), der Freskentempel (Templo de las Pinturas) und der Tempel des Windgottes (Templo del Dios del Viento). 

Darüber hinaus sind auch der alte Hafen und der Tempel des Meeres vertreten und noch einige Gebäude mehr.

 

Das zentrale und damals wichtigste Gebäude war El Castillo. Hier fanden die für die Maya so wichtigen Zeremonien statt. Ich wäre gerne die Treppen des Gebäudes hinaufgehüpft, das ist aber seit geraumer Zeit zum Schutz des Gebäudes verboten. Im folgenden Bild erkennt man aufgrund des Winkels nicht, wie hoch der Turm des Castillo eigentlich ist. Es ist nämlich SEHR hoch! Bei seiner Entdeckungsfahrt im Jahr 1518 hielt der Spanier Juan Diaz den Turm des Castillo für den größten Turm, den er je gesehen hatte. 

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El Castillo, Mayastätte Tulum
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El Castillo mit einer glücklichen Stefanie im Vordergrund

Tulum war übrigens noch bei der Ankunft der Spanier im Jahre 1517 eine lebendige, von den Maya dicht besiedelte Stadt. Den Tempel des Windgottes errichteten die Maya auf einem natürlichen Hügel in unmittelbarer Nähe zum Meer. Aufgrund der halbrunden Struktur kann man erahnen, dass hier die Anbetung des Windes stattfand. Der halbrunde Baustil ist für die Maya generell eher unüblich gewesen. 

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Der Tempel des Windgottes und das Meer im Hintergrund. So ließ es sich als Maya leben, oder?

Auch beim Tempel des herabsteigenden Gottes staunte ich nicht schlecht. Was die Maya einfach damals schon alles errichteten und mit ihrem Kalender herumrechneten. Sie waren (und sind) ein wirklich intelligentes Volk! Der herabsteigende Gott wird auf Mayathan Ah Mucen Cab genannt. Er war der Gott des Sonnenuntergangs, des Regens, des Blitzes und der Bienenzucht. Gleichzeitig wurde der Tempel des herabsteigenden Gottes aber auch als Residenz des Herrschers benutzt. 

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Der beeindruckende Templo del Dios Descendente

Auch wenn man sich aufgrund der Nichtexistenz eines Millionenkontos nicht immer einen Guide für diese wundervollen Mayastätten leisten kann, würde ich euch doch empfehlen, euch mindestens einmal einen Guide für einen Rundgang mit Erklärungen zu nehmen. 

 

Bei den Maya-Ruinen von Tulum hatten wir keinen Guide und erklärten uns mithilfe des Internets alles selbst. Das ist möglich, aber auch anstrengend. In Chichén Itzá, einer anderen noch wichtigeren Maya-Stätte, griffen wir aber auf eine Tour mit Guide zurück und wurden nicht enttäuscht - wir lernten viel mehr über die einzigartige Kultur der Maya und ihre Lebensweise. 


6.2. Tulum Playa

Zum Strand von Tulum gibt es eigentlich nur eines zu sagen: Ihr müsst Glück haben und wissen, wann ihr hinreist, um den Strand OHNE Seegras genießen zu können. Bei uns begleitete uns auf Schritt und Tritt ein Haufen Seegras (April und Juni '18). 

 

Und trotzdem entzückte mich der Strand von Tulum mit seinem weißen Sand und den vielen türkisblauen Farben des Meeres. Wir chillten hauptsächlich am Strandabschnitt Santa Fe. Wie bereits weiter oben erwähnt, dauert die Fahrt mit dem Fahrrad bis Santa Fe ungefähr eine halbe Stunde. Alternativ gelangt ihr, falls euer Hotel nicht schon direkt am Strand liegt, per Tuk Tuk, Taxi oder zu Fuß zum Strand. Eine Fahrt mit dem Fahrrad zum Strand kann dann ungefähr so aussehen:

Der Strandabschnitt Santa Fe:

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Santa Fe Tulum - das Seegras sieht man fast nicht, oder? :-)

Der Strandabschnitt Playa Paraíso soll noch viel schöner als Santa Fe sein, das haben wir aber leider nicht mehr geschafft. An einem anderen, leider ein bisserl bewölkten Tag sind wir aber in die Hotelzone am Strand geradelt und haben uns im Akiin Beach Plaza ein kühles Coca Cola gegönnt. Dort hat's so ausgesehen (auch sehr empfehlenswert, wenn auch eine touristische Gegend):

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Aki'in Beach Plaza, Tulum

Die Betreiber der Beach Bars schauen natürlich, dass das Seegras vor ihrer Beach Bar brav weggeräumt wird. Wenn ihr also den einen oder anderen Peso übrig habt, könnt ihr euch ein Getränk in einer der hübschen Beach Bars genehmigen und schon habt ihr ein seegras-freies Tulum-Stranderlebnis.


6.3. Die Cenoten rund um Tulum

Schon mal was von den berühmten Cenoten von Mexiko gehört? Wenn nicht, wart ihr wahrscheinlich noch nicht in Mexiko. Alle Mexiko-Reisekollegen werden jetzt wahrscheinlich verträumt in Erinnerungen schwelgen. Sie sind aber auch wirklich etwas Besonderes, diese Cenoten!

 

Stellt euch einfach einmal von der Natur geformte Kalksteinlöcher vor, die sich mit Süßwasser gefüllt haben, glasklar sind und in denen man prima schnorcheln, baden und tauchen und auch noch Fische und Schildkröten darin entdecken kann. Und genauso toll, wie es sich anhört, ist es in Wirklichkeit auch. Die Cenoten hauen wirklich jeden um, denn sie glänzen mit ihrer Ruhe und Klarheit und man fühlt sich in ihnen wie in einer anderen Welt. Sie waren eines meiner besonderen Mexiko-Highlights, und ich weiß, dass ich damit nicht allein bin. Gerade die bekannteren Cenoten sind dadurch oft auch voller Touristen und ihr solltet immer ganz früh dort sein, um sie (fast) für euch allein zu haben. 

 

Nach dem Einbruch in unser Airbnb in Mexiko (dazu kommt sicher auch noch ein Artikel) waren die schönsten Fotos und Video, die wir mit unserer GoPro von den Cenoten machten, leider weg. Die vom Handy waren aber da. High Five, mein kleines Samsung Galaxy S7, yeah! Hier präsentiere ich euch unsere liebsten Cenoten rund um Tulum:

 

GRAN CENOTE

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Dies ist die wohl bekannteste Cenote rund um Tulum. Ihr könnt sie mit dem Fahrrad von Tulum in ca. 25 Minuten erreichen oder auf Tuk Tuk bzw. Taxi zurückgreifen. Zu Fuß ist's schon ein ganz schönes Stückerl. Anders, als viele vielleicht vermuten, besteht das Areal nicht aus einer großen, sondern aus mehreren Cenoten, die durch Holzwege miteinander verbunden sind. Die Öffnungszeiten sind täglich 8 - 17 Uhr. Der Eintritt ist hier ganz schön happig und liegt bei ungefähr 340 Pesos bzw. 18 Dollar.

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Bei der Gran Cenote lässt sich's auch prima in der Hängematte abchillen

CENOTE CRISTAL

In der Cenote Cristal tummeln sich schon weniger Menschen. Sie ist eine sehr freiliegende Cenote, also ohne viel Kalkstein drumherum, mehr wie ein kleiner See im Regenwald. Von Tulum ist die Cenote Cristal nur mit dem Colectivo oder Taxi zu erreichen. Öffnungszeiten sind täglich 8 - 17 Uhr. Der Eintritt wird für die Cenote Cristal und die folgende Cenote Escondido  zusammen berechnet und liegt bei 120 MXN, ca. 5 Euro. In der Cenote Cristal konnten wir so richtig abschalten. Wagemutige können von einem Sprungturm in das glasklare Wasser springen.


CENOTE ESCONDIDO

Zu Deutsch: Versteckte Cenote, und genau das war der Fall bei der Cenote Escondido. Um zu ihr zu gelangen, müsst ihr einen kleinen Dschungelweg entlangspazieren, der für sich schon einem kleinen Abenteuer entspricht. Der Eingang zum Dschungelweg befindet sich gegenüber der Cenote Cristal.

 

Hier waren am wenigsten Menschen anzutreffen, der Bereich rund um die Cenote aber auch am wenigsten touristisch ausgestattet, es gab zB nur ein Plumpsklo. Schaut auch hier, dass ihr besonders früh da seid, um die Cenote Escondido voll auskosten zu können. Als wir um 11 Uhr wieder gingen, kam nämlich gerade eine große Gruppe mit Tour Guide an, welche einen Tauchgang vor sich hatten.  Zusammen mit der Cenote Cristal zahlt ihr, wie gesagt, ca. 5 Euro Eintritt. Die Öffnungszeiten sind täglich 9 - 17 Uhr. 

 

Hier habe ich euch noch einmal alle drei Cenoten rund um Tulum auf einer Karte zusammengestellt (in blau) und außerdem nochmal drei Cenoten, die wir leider nicht gesehen haben, aber auch wunderschön sein sollen (in rosa):


6.4. Und in Tulum selbst?

In Tulum Pueblo selbst kann ich euch eigentlich nur ans Herz legen, den bereits erwähnten Parque dos Aguas bei Tag sowie am Abend zu besuchen. Am Abend wird der Park zum mit Menschenmassen gefüllten Fress-Platz umfunktioniert, inklusive vieler Stände, die Essen zubereiten und lauthals ihre Ware anbieten. 

 

Bei Tag könnt ihr die schönen Sehenswürdigkeiten des Parks, die sich alle um die Maya-Kultur und den Maya-Kalender drehen, betrachten und schöne Fotos damit schießen.


7. Tagestrips ab Tulum

Seid ihr bereit, ein paar mehr Stunden Zeit zu investieren, könnt ihr tolle Tagestrips bzw. längere Ausflüge von Tulum aus unternehmen. Die Möglichkeiten sind auf der Yucatán-Halbinsel fast unmöglich, meine folgenden Tipps sind also nur eine kleine Auswahl und kurz gehalten :-)

7.1.  Laguna de Kaan Luum

Eine wunderschöne Laguna mit einer Cenote in der Mitte, die ein prächtiges Farbenspiel ergibt. Das Wasser ist glasklar, helltürkis nicht allzu tief. Ihr könnt viele kleine Fische und Vögel entdecken, die dort heimisch sind. Beste Besucherzeit ist wie immer vor 11 Uhr, um die Ruhe und die Natur zu genießen. Danach geht's mit Touris und Tauchgängen los.  

Eintritt kostet ca. 50 Pesos, ca 2 Euro. 

7.2. Weitere Maya-Ruinen

Von Maya-Ruinen kann man nicht genug bekommen. Sie versprühen einfach so viel Mystisches und ich auf den alten Steinplätzen herumwandere, stelle ich mir vor, ich würde schnell mal eine Zeitreise von 600 Jahren machen und mich auf einmal zwischen all den Mayas wiederfinden. Von Tulum geht's innerhalb einer Stunde zur berühmtesten Maya-Stätte Mexikos, Chichén Itzá. Es wird zu den 7 neuen Weltwundern gezählt.
Zu den Ruinen von Coba braucht ihr ungefähr 40 Minuten. Sie liegen sehr verwunschen mitten im Dschungel und anders als bei den Ruinen von Tulum bzw. Chichén Itzá dürft ihr in Coba die Ruinen besteigen.
Etwa dreieinhalb Stunden sind die Geheimfavoriten Kohunlich und Dzibanché entfernt.

7.3. Punta Allen

Super-Sportliche fahren von Tulum mit dem Fahrrad bis Punta Allen, die Normalos unter uns nehmen das Colectivo, Taxi oder auch ein Boot. Punta Allen. Punta Allen ist ein süßes Fischerdorf, in das sich nur wenige Touris verirren. Es liegt direkt in Sian Kaan, einem Naturreservat. Schaut ihr euch ein wenig auf Land und Wasser um und habt dazu ein bisserl Glück, könnt ihr dort ganz besonders viele Schildkröten, Delfine, Vogelarten uns vielleicht auch Krokodile (in den Mangroven) entdecken. Der blitzweiße Sandstrand rundet das Angebot von Punta Allen ab.

7.4. Valladolid

Ungefähr 100 Kilometer von Tulum gelegen, wird Valladolid euch mit seiner anmutenden Kolonial-Architektur überraschen. Sie war im Kolonialzeitalter eine der wichtigsten Handelsstädte auf der Yucatán-Halbinsel. Wir empfanden Valladolid als wunderschön und ruhig. Dort lässt es sich sicherlich auch mehrere Tage aushalten. Die Stadt wurde übrigens von den Spaniern nach der damaligen Hauptstadt Spaniens benannt.

7.5. Laguna Bacalar und Cenote Azul

Um wirklich an die Existenz eines so schönen Ortes, der NICHT das Meer ist, zu glauben, muss man eigentlich selbst hinfahren. Bacalar ist einfach nur so wunderschön, dass wir insgesamt dreimal hinfuhren, um uns jedes Mal wieder von seiner Schönheit zu überzeugen und uns zu versichern, dass wir nicht geträumt hatten. Innerhalb zweieinhalb Stunden seid ihr von Tulum an der Lagune Bacalar. 

 

Obwohl Bacalar so schön ist, verirren sich trotzdem nicht allzuviele Touristen dorthin, ist es doch schon ein Stückerl weiter südlich von Tulum. Es gibt in der Stadt Bacalar schon auch Hostels und Hotels, jedoch nicht so viel, wie man vielleicht annimmt. Bei allen drei Besuchen fanden wir in der Laguna, die wie ein rieseiger, türkiser Swimming Pool aussieht, hauptsächlich Einheimische, die uns interessiert beäugten. An manchen Stellen der Lagune müsst ihr einen kleinen Eintrittspreis berappen, um die 1,50 Euro. Dafür bekommt ihr dann auch so etwas wie ein öffentliches Schwimmbad mit Rutschen, Restaurant, Klo etc. Für ca. 20 Euro pro Person könnt ihr sogar eine Bootstour auf der Lagune rüber zum Canal de los Piratas machen. Diese Tagestour ist diejenige, die ich euch am meisten empfehlen kann und die ihr nie wieder vergessen werdet. 

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Bacalar nennt man auch "den See der 7 Farben"

Unweit von Bacalar findet ihr die Cenote Azul, die noch einmal weniger Touristen anzieht, da diese, wenn sie schon in der Nähe sind, lieber Bacalar erkunden. Gegen 5 Euro Eintritt dürft ihr diese Aussicht den ganzen Tag genießen:

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Die grandiose Cenote Azul, die im Gegensatz zu ihren Brüdern ein Restaurant bietet

7.6. Mahahual

Binnen zweieinhalb Stunden Richtung Süden geht's von Tulum nach Mahahual. Mahahual ist ein ehemaliger Fischerort, der aber derzeit einen Wahnsinns-Tourismusboom erlebt und daher viele Hostels und Hotels vorweisen kann. Sogar Kreuzfahrtschiffe sollen mittlerweile anlegen. Bei uns gab's jedenfalls keine Kreuzfahrtgäste und es war traumhaft.

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Das glasklare Meer im Fischerdörfchen Mahahual

7.7. Akumal

Ohne Zweifel mein erstes Ziel für die nächste Yucatán-Reise. Ein verträumtes Örtchen gleich in der Nähe von Tulum. Man kann sogar den Bus dorthin nehmen, es ist nur 30 Kilometer entfernt. Durch ein vorgelagertes Korallenriff sollen hier besonders viele bunte Fische und Amphibien leben.



Hach, ich könnte noch ewig über Tulum weiter schreiben, so viele schöne Erinnerungen habe ich an diesen magischen, kleinen Ort. Aber jeder Artikel muss auch mal vorbei sein und deswegen verabschiede ich mich jetzt bei euch. Ich hoffe, ihr konntet etwas für eure nächste Yucatán/Tulum-Reise mitnehmen oder euch hat der Artikel ganz einfach generell gut gefallen. Servus und ciao, eure

Stefanie

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Kommentare: 4
  • #1

    Harald (Montag, 24 September 2018 18:39)

    Alles sehr gut. Es macht spaß, an deinen Träumen und an deinem Glück über diesen Ort, teilnehmen zu dürfen. wie immer sehr informativ, sehr liebevoll und wunderbar beschrieben. Aaaaaaaahhhhh.

  • #2

    Frantisek (Mittwoch, 26 September 2018 21:59)

    Sehr gut geschrieben, macht wirklich Lust hinzufahren.
    Sehr gute Informationen und Vorschläge.

  • #3

    Marion (Freitag, 28 September 2018 21:54)

    Vor ziemlich genau 5 Jahren saßen wir zusammen im Alster Cliff (ein Super-Tipp von dir!) in Hamburg, nun gibst du aus der Ferne wertvolle Reisetipps und Empfehlungen und peppst alles mit tollen Fotos auf. KLUGE zukünftige Reiselustige werden dir für die vielen Hinweise und Ratschläge dankbar sein und sie bei ihrer Reiseplanung entsprechend berücksichtigen.

  • #4

    Ulrika (Freitag, 28 September 2018 23:38)

    Hej, kära Stef!
    I really enjoy your advice. Being well informed and prepared is definitely a good thing!