KUBA-Rundreise: Reiseroute, Highlights, Fotos!

Da war ich also tatsächlich in Kuba. Irgendwie träumt doch jeder ein bisschen davon, oder? Als wir am Flughafen ankamen, fiel mir zum ersten Mal auf: Eigentlich weiß ich gar nicht so viel über Kuba. Was war nochmal mit deren Geschichte los und welche Städte gibts außer Havanna und Santiago de Cuba noch zu entdecken? Hat Kuba tolle Landschaften und Strände zu bieten? Gott sei Dank änderte sich meine Unwissenheit während unserer 17 Tage in Kuba und so lernten, sahen, rochen und schmeckten wir uns durch das Land. Eine schnelle Zusammenfassung über jeden besuchten Ort gibt's in diesem Artikel, viel Spaß!


Auf dieser Google Map könnt ihr unseren Trip durch Kuba verfolgen. 

Wir fingen bei Havanna an, arbeiteten uns gen Osten bis nach Santiago de Cuba durch, nahmen am Rückweg noch ein paar Städtchen mit und statteten zum krönenden Abschluss dem schönen Tal von Viñales einen Besuch ab.

 

Dieser Artikel soll einen groben Überblick über die Rundreise geben, mit den wichtigsten Infos zu den besuchten Orten. Beizeiten schaffe ich es hoffentlich noch, einen eigenen Artikel pro Stadt zu schreiben, denn jede Stadt war anders und auf ihre Weise schön (und hässlich ;-) )

 

Auch soll es hier nicht um Tipps und Tricks gehen, denn hierfür habe ich sooo viele Punkte aufgeschrieben, das ist ebenfalls Stoff für einen langen Artikel, wenn nicht sogar einen Roman. Wir haben nämlich unglaublich viel Schönes auf der Insel von Che Guevara erlebt, aber auch genausoviel (wenn nicht ein wenig mehr) Negatives.

 

Wenn ich mich so auf anderen Blogs umschaue, weiß ich, dass ich nicht die einzige bin mit der folgenden Aussage: Kubaner wollen dir grundsätzlich so viel Geld wie möglich aus den Taschen ziehen. Nur wenige interessiert dein Geld gar nicht. Wenn es ein Land gibt, in dem ich mich wie ein laufendes Eurozeichen gefühlt habe, dann ist es Kuba! Und das jetzt bitte nicht komplett negativ werten, denn jeder hat seine Gründe für sein Handeln. Aber wie gesagt, das muss in einem eigenen Text festgehalten werden, denn hierzu hab ich viele Tricks gelernt und kann Empfehlungen geben. Aaalso im Folgenden nun eine Veranschaulichung, wie so eine Kuba-Rundreise denn aussehen könnte.

 

1. Havanna - die Schöne und das Biest!

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Der Plaza Vieja in Havanna - ein umunstrittenes Juwel

Seit ich mit meinen besten Freundinnen als Teenie Dirty Dancing 2 - Havanna Nights gesehen hatte, wollte ich dieser Stadt unbedingt einmal einen Besuch abstatten. Es wird derzeit ja gemunkelt, man müsse GANZ GANZ schnell nach Kuba und speziell nach Havanna, sonst sei es zu spät. Die Amerikaner wären nämlich im Anmarsch und Kuba würde in ein paar Jahren nicht mehr so sein, wie man es kenne.

 

Uns wurde jedenfalls in Havanna gesagt, grobe Änderungen würden noch lange nicht bemerkt werden. Bis sich wirklich etwas tue, würden noch einige Jahre vergehen. Außerdem haben Amis es derzeit wegen Trump wieder ein wenig schwerer, nach Kuba zu reisen.

 

Meine Tante hat bei ihrer Reise nach Kuba vor 20 Jahren sicherlich trotzdem ein anderes Kuba erlebt, als ich in 2018. Ein kleines Beispiel ist das Internet, zu dem die Kubaner seit 2013 Zugang haben. Viele Seiten sind zwar gesperrt und es gibt auch nur ein Internet, das mehr einem Intranet gleicht. Man benötigt einen Usernamen und Passwort, um sich in dieses Internet einzuloggen und zu surfen (wird also komplett überwacht) und trotzdem ist das schon ein großer Fortschritt, meiner Meinung nach. 

 

Trotzdem war in Havanna wirklich alles vorhanden, wie jeder es sich erträumt. Ich habe so viele Oldtimer gesehen wie noch nie in meinem Leben. Manche waren rosa, manche sogar gold. Abends spielt es in den Straßen von Havanna - oder La Habana, wie die Kubaner ihre Stadt liebevoll nennen - Livemusik. Dazu tanzt der typische Kubaner Salsa mit viel Hüftschwung. Zigarren werden geraucht. Ältere Kubaner sitzen in Parks und spielen Domino.

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Die Oldtimer in Havanna - sie sind wirklich da und sehen einfach nur wunderbar aus!

All diese Dinge waren unglaublich beeindruckend und ich konnte es zuweilen wirklich kaum fassen, einen Fuß vor den anderen in HAVANNA zu setzen. Die Häuserfassaden in Habana Vieja, dem Stadtkern, sind bunt und frisch gestrichen. In der berühmten Altstadt ist alles sauber, ein nettes Café reiht sich an die nächste hübsche Bar und der Rum kommt hier definitv nicht zu kurz ;-)

 

Doch es gibt auch das andere Gesicht Havannas. Das hässliche. Und das haben wir auch deswegen so sehr mitbekommen, weil unser Casa Particular (die üblichste Unterkunftsmöglichkeit in Kuba: Leben in einem Doppelzimmer bei einer kubanischen Familie) eben nicht in Habana Vieja lag, sondern auf der Avenida Salvador Allende, nähe des Castillo del Príncipe. Außerhalb Havannas ist das keineswegs, denn die Stadt ist riesig (über 2 Millionen EInwohner!), aber eben nicht in der Altstadt. Hier spielt das echte, kubanische Leben eine Hauptrolle. Und das sieht eben auch so aus:

Das ist jetzt natürlich nicht überall so und dieser schmutzige Strand war wirklich die Spitze der Unsauberkeit (zu finden, wo der Rio Almendras in das Meer fließt), aber ich wollte es euch nicht vorenthalten. Das andere Gesicht Havannas hat zudem zerfallende Häuser, löchrige Straßen und Müll überall, nur nicht im Müllkorb, zu bieten. 

 

Doch auch das ist Havanna. Es ist die einzigartige Symbiosis der verspielten, hübschen Altstadt mit dem echten, kubanischen Leben im Zentrum. Man sollte auf jeden Fall beides gesehen haben. Uns hat Havanna sehr gefallen, vor allem die Spaziergänge am malerischen Malecón, der Promenade direkt am Ufer zum Meer.

Die Uferpromenade "Malecon" in Havanna
Die Uferpromenade "Malecón" in Havanna
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Mein Lieblingsbild aus Havanna :)

2. Varadero - das Ferien-Dörfl

Betritt man Varadero als Backpacker und bewohnt ein Casa Particular, wohnt also bei einer kubanischen Familie zuhause und nicht in einem der Sterne-Hotels direkt am Strand, sieht man Varadero natürlich mit anderen Augen als der typische All-Inclusive-Urlauber, den es hierher zum Faulenzen verschlägt. 

 

Und trotzdem bemerken auch wir es: Das ist der touristischste Ort Kubas, wahrscheinlich sogar noch vor Havanna. Die Supermärkte sind auf einmal brechend voll mit Pringles, Coca Cola und Milky Way.

 

In Havanna gab`s sowas nicht, zumindest nicht in den Supermärkten, in denen wir verkehrten. Da waren leere Regale, wo sonst Tomatensauce-Dosen stehen sollten, an der Tagesordnung. In Varadero gibt es keine Spur von Armut. Die Kubaner, die hier wohnen, haben Geld. Und das merkt man auch an unserem Casa Particular, ein wirklich beeindruckendes Häuschen mit mehreren Zimmern.

Obwohl unsere Casa nicht direkt am Strand liegt - das wird den Hotels vorbehalten - geht es natürlich auch für uns an den Strand. Und was soll ich sagen: Der wohl berühmteste Strand Kubas ist zwar nicht der allerschönste unserer ganzen Kuba-Reise, es lässt sich aber definitiv ein ganzes Weilchen dort aushalten. Der Strand von Varadero ist übrigens der längste Strand Kubas. Er bringt es auf sage und schreibe 20 Kilometer Länge.

Der Strand von Varadero - ein Augenschmaus!
Der Strand von Varadero - ein Augenschmaus!

3. Cárdenas

Mit dem Roller ging es von Varadero nach Cárdenas
Mit dem Roller ging es von Varadero nach Cárdenas

Leute, falls ihr eine Kuba-Reise plant, lasst mich das hier gesagt haben: IHR MÜSST NACH CÁRDENAS! Dieses Örtchen ist die UR-Form von Kuba, aber wirklich! Hier gibt es fast keine Autos, die Fortbewegung findet zu Motorrad, zu Pferd oder zu Kutsche statt. Die gepflasterten Gässchen sind geschmückt mit Zigarre rauchenden Kubanern, die sich lauthals unterhalten. Es wirkt hier alles noch sehr nach 19.Jahrhundert.

 

Und tatsächlich war Cárdenas im 19. Jahrhundert der technologische Vorreiter und wirtschaftliches Zentrum von Kuba. Der berühmte Havana Club Rum wurde hier geboren, hier floss zum ersten Mal in ganz Kuba öffentlich zugängliger Strom und hier gab es das erste Museum of National History. 

 

Mit vollem Namen San Juan de Dios de Cardenas, wird die Stadt auch die Stadt der Flaggen genannt. Hier wurde nämlich am 19. Mai 1850 zum ersten Mal überhaupt die kubanische Flagge gehisst. 

 

Von Varadero ist man mit dem gemieteten Auto oder Motorrad in 10 Minuten in Cárdenas. Jeder Varadero-Tourist sollte sich diesen Tagesausflug gönnen. Man trifft dort auf ein sehr authentisches Fleckchen Kuba mit vielen Museen, Skulpturen, Pferdekutschen und über 180 Jahre Geschichte. 


4. Santa Clara - der Triumph-Ort Che Guevaras

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Parque Leoncio Vidal - und ja, da zieht eine Ziege kubanische Kinder rund um den Park. Sachen gibt's....

Puh, die Stadt legt ganz schön was vor: Es ist ein wichtiger Ort rund um El Comandante persönlich, auch unter Ernesto Rafael Guevara de la Serna oder auch nur Che Guevara bekannt. Der Arzt und Revolutionär feierte in Santa Clara seine größte, militärische Leistung, nämlich die Einnahme der Stadt nach 2-jährigem Guerillakampf gegen das Batista-Regime. 

 

In der Stadt gibt es u.a. das Che Guevara Museum, das Che Guevara Monument sowie sein Grabmal zu besuchen. Beim Besuch seines Grabmals, ein wunderschöner, dunkel gehaltener Raum mit vielen Kerzen und Marmor, dürfen immer nur wenige Personen gleichzeitig hinein. Fotokameras müssen vorher abgegeben und Hüte abgenommen werden. El Comandante wird hier schließlich sehr verehrt und wer wäre man denn, wenn man seinem Grab mit Hut auf dem Kopf gegenüber stünde? Das Mausoleum beherbergt auch eine kleine ewige Flamme, die Fidel Castro - Guevaras Partner in Crime - persönlich entzündete.

 

Das Monumento Memorial Che Guevara besteht vor allem aus einer mächtigen Bronzestatue Che Guevaras. 6 Meter misst sie. In voller Kampfmontur und mit eingegipstem Arm steht er da, der Che. Den Arm hatte er sich bei der entscheidenden Schlacht in Santa Clara gebrochen. Alles in allem war der Besuch von Mausoleum, Museum und Monument ein einzigartiges Erlebnis und ich kann es jedem empfehlen.

Mit El Comandante im Hintergrund
Mit El Comandante im Hintergrund

 Außerdem empfehle ich euch einen Spaziergang durch Santa Clara. Das malerische Stadtbild ist viele Fotos wert. Unsere Lieblingsplätzchen waren der Parque Leoncio Vidal, die kleine Kaffeebar Tu Té (da man mit heimischer Währung, also CUP, zahlt, kosten die unglaublich schmackhaften Kaffeekreationen nur um die 20 Cent) und der mit vielen Cafés und Restaurants gesäumte Boulevard. 


5. Santiago de Cuba - Heimat Fidel Castros

Wunderschöne Aussicht von unserer Casa Particular
Wunderschöne Aussicht von unserer Casa Particular

So wie der Che seinen Ort hat, hat auch der Fidel einen. Es ist Santiago de Cuba. Vor meiner Kuba-Reise konnte ich aus dem Stegreif nur zwei kubanische Städte nennen: Havanna und Santiago de Cuba. Warum das so war, weiß ich nicht genau, gibt es doch viel geschichtsträchtigere Städte als Santiago. 

 

Hier hatten wir das schlechteste Casa Particular-Erlebnis der ganzen Reise. Unsere Casa-Mama sah in uns hauptsächlich superreiche Europäer und wollte aus allem irgendwie Geld machen. Dazu komm ich aber noch in einem anderen Artikel, hier soll es um die Stadt gehen. Und die ist zwar nicht unsere Lieblingsstadt in Kuba geworden, bietet aber dennoch einiges an Kultur, Atmosphäre und Foto-Würdigkeit

 

Mein Lieblingsplatzerl war hier definitv die Flaniermeile Avenida José Antonio Saco. Dort haben wir uns im altehrwürdigen Eissalon Heladería Jardines de Entramadas in einem wunderbaren Garten ein leckeres Eis schmecken lassen (bezahlt wird in CUP, daher kostet ein Eisbecher mit 3 Eiskugeln um die 25 Cent). Hier finden sich auch viele ATMs zum Geldabheben. Auch die berühmte Bar Bodeguita del Medio ist hier (wie in allen kubanischen Städten) vertreten. An den kleinen Pizzaständen könnt ihr typisch kubanische Pizzastücke für umgerechnet 15 Cent ergattern. 

 

Auf dem Friedhof von Santiago de Cuba, dem Cementerio Santa Ifigenia, haben viele geschichtsträchtige Personen ihre letzte Ruhe gefunden. So liegen hier die Mitglieder der Bacardi-Familie in einem prächtigen, weiß strahlenden Grab. Auch Compay Segundo, ein Mitglied des berühmten Buena Vista Social Clubs, hat hier mit der Welt abgeschlossen. Ebenso ruht hier José Martí. Kubanischer Poet und Schriftsteller würde ihn nicht gänzlich beschreiben. Nationalheld tut es viel mehr. Und schließlich ist auch ER seit 2016 hier begraben: Fidel Castro, Revolutionär, Guerillakrieger, ehemaliger Staatspräsident und bester Freund von Che Guevara. Der Comandante en Jefe, wie er auch gerne genannt wurde, lehnte schon zu Lebzeiten jeglichen Personenkult ab und so ist sein Grab nicht wirklich super beeindruckenswert; das Mausoleum von José Martí beispielsweise um einiges größer.

Fidel castro santiago de cuba mausoleum grabstein
Ein weißer, runder Grabstein trägt den Namen "Fidel". That's it.
Beeindruckenswert: Das Mausoleum von José Marti in Santiago de Cuba
Beeindruckenswert: Das Mausoleum von José Marti in Santiago de Cuba

 Puh, schon ganz schön lange, mein Text über Santiago. Eines muss aber noch extra erwähnt werden: Das etwas außerhalb liegende Restaurant Salón Tropical. Hier haben wir für umgerechnet 15 Euro gespeist wie die Könige. Der Grill steht mitten im Geschehen und man kann zuschauen, wie das leckere Essen zubereitet wird. 


6. Camagüey - zu Gast im Casa Austria

Oh Gott, wo soll ich nur anfangen? Vielleicht dass wir am 14. März, 2 Stunden vor meinem Geburtstag, in Camagüey ankamen und noch keine Casa Particular hatten (hatten wir eigentlich schon, wollten aber um keinen Preis hin, auch das MUSS ich euch einfach in einem extra Artikel erzählen ;-))? Ja, da fange ich an.

 

Ich hatte vom Casa Austria im Reiseführer gelesen und war sofort hin und weg. Ein ausgewandeter Österreicher in Kuba, der auch noch auf den wunderbar österreichischen Namen Sepp Haderer hört, welcher obendrauf eine Casa Particular führt, das den Namen Casa Austria trägt. Und wie es der Zufall so wollte, war am nächsten Tag auch noch mein Geburtstag, also wollte ich unbedingt dahin. Flugs den süßesten (und wohl auch ältesten) Tuk-Tuk-Fahrer von ganz Camagüey gefragt, ob er uns für 3 CUC zum Casa Austria bringen könne. Konnte er. 

 

Dann standen wir davor und fragten bei einer bildhübschen, jungen Kubanerin nach einem Zimmer. Sie meinte auf spanisch, sie hätten eigentlich grad kein Zimmer frei, sie würde aber nochmal ihren Papa fragen, und verschwand daraufhin. Ich hoffte, dass ihr Papa vielleicht ein gewisser Sepp sein möge, und ich hatte Recht :-) 2 Minuten später kam er herausspaziert, der Sepp Haderer, und meinte: "Ja Servus, ihr zwei. Wisst's was, ich hab eigentlich schon noch a Zimmer, aber des müsst erst g'reinigt werden. Könntets noch a bisserl warten?" JA, KÖNNEN WIR. Mein Herz tat einen Luftsprung. Und so verbrachte ich die tollste Nacht in meinen Geburtstag hinein (Sepp spendierte ein Stück Überraschungs-Sachertorte zu Mitternacht, hach, das werd ich nie vergessen) und auch am nächsten Tag wurde im Casa Austria gefrühstückt und zu abend gegessen. Brettljause zum Frühstück, Wiener Schnitzel und Zwiebelrostbraten am Abend, da sagst nix mehr, gell?

 

Zwischendurch wird das Ganze mit einem Gespräch mit Sepp versüßt. Er erzählt uns u.a., dass er in Kuba auch Anwalt ist. Was für ein Tausendsassa. Ach, hab ich schon das an die Wand gemalte, perfekt nachinszenierte Geburtshaus Mozarts erwähnt? Oder das dazugehörende Café, das einem Wiener Kaffehaus gleicht? Hach, beim Sepp war es einfach schön. Sepp, wenn du das liest, danke für ALLES und komm uns einmal in Wien besuchen :-)

 

Hach, diese Kulisse! Wenn man wie ich in Salzburg studiert hat - noch geiler!
Hach, diese Kulisse! Wenn man wie ich in Salzburg studiert hat - noch geiler!
Eine überglückliche Stef mit Sepp und seiner (vierten oder fünften) Frau
Eine überglückliche Stef mit Sepp und seiner (vierten oder fünften) Frau

 

PS: Hab jetzt irgendwie nur über das Casa Austria geplappert. Die Stadt Camagüey war übrigens auch wunderschön ;-)

 

Kontakt und Adresse Casa Austria:

Calle Lugareño # 121, e/ San Rafael y San Clemente , Camagüey

 

(+53) 3228 5580, vivacuba@enet.cu


7. Trinidad - der Geheimfavorit

Trinidad war ein Zufalls-Glückstreffer. Das Busticket war eigentlich bis Cienfuegos gekauft. Im Bus fiel uns aber auf, dass die Fahrt von Camagüey noch richtig lange gewesen wäre (man hatte uns gegenteiliges berichtet ;-) ), und da wir auch noch den kommunikationsfreudigen Kanadier Warren im Bus kennenlernten und uns super mit ihm verstanden, hüpften wir einfach ein bisserl zu früh aus dem Bus und machten uns mit Warren auf den Weg nach Trinidad. 

 

Diese Momente, an denen irgendetwas nicht so geht wie geplant, sind manchmal einfach die besten. War Trinidad einfach nur unglaublich beeindruckend und die Stadt eine erfrischende Abwechslung zu den anderen, wobei trotzdem auch touristisch. 

 

In unseren ersten Minuten in Trinidad verliebten wir uns sofort in die bunten Häuser, die Kopfsteinpflaster-Gassen und die vielen Gemüseläden, Eisgeschäfte und Bäckereien. 

Unsere Casa Particular war einfach eine Wucht und die Dachterrasse mit atemberaubendem Blick ein großer Pluspunkt. 

In Trinidad ist besonders schön zu merken, wie sehr sich das kubanische Leben doch auf der Straße abspielt. Am Plaza Mayor, dem Herzstück der Stadt, chillen die meisten Kubaner, rauchen ihre Zigarren, spielen Domino und trinken einen oder zwei Mojitos.

 

Gleich in der Nähe befindet sich das Casa de la Musica, eine Bar, die hauptsächlich aus einer Freiluftbühne mit Livemusik und einer riesigen Anzahl an Stufen besteht. Auf diesen breiten Stufen stehen Tische für all die Touris, die den Kubanern bei deren beeindruckenden Salsabewegungen zuschauen möchten. Wir hatten eine vergnügliche Zeit in der Casa de la Musica, zusammen mit Warren und seiner kubanischen Freundin.

Unser Tagesausflug zum Strand Playa Ancón soll freilich nicht unerwähnt bleiben. Einer der schönsten Strände, an denen ich je relaxen durfte. 

Playa Ancon
Playa Ancon

8. Viñales - Das paradiesische Tal

Hach, an Viñales haben wir wirklich besondere Erinnerungen. Da es ca. 180 Kilometer westlich von Havanna liegt, fuhren wir mit dem sogenannten Taxi Colectivo (ein Oldtimer, der mehrere Touris auf einmal von Ort zu Ort fährt) zuerst von Trinidad zu einer Straßenkreuzung kurz vor Havanna und dann mit einem anderen Collectivo weiter nach Viñales.

 

In diesem Colectivo lernten wir Jule und Simone kennen, verstanden uns auf Anhieb und verbrachten die kommenden Tage in derselben Casa Particular und machten auch Ausflüge und Abendprogramm zusammen. 

 

Viñales ist ein magischer Ort. Das Tal überzeugt jeden noch so skeptischen Touristen sofort, es ist quasi Liebe auf den ersten Blick. Vom Städtchen aus kann man unendlich weit über die atemberaubende Landschaft blicken und rote-Erde-Felder und saftig grüne Wiesen entdecken. 

Wir gingen sogar noch einen Schritt weiter und buchten einen vierstündigen Ausritt zu Pferd in das umliegende Viñales-Tal, welches Teil der Sierra de los Órganos, dem Orgelpfeifengebirge, ist. Während der Tour konnten wir uns von der Landschaft nicht sattsehen. Ich war froh, dass ich meine Kontaktlinsen drin hatte, denn so weit hätte ich sonst sicher nicht scharf gesehen. Die Landschaft ist sogar UNESCO-Welterbe!

 

Nicht nur durfte ich an diesem Tag zum ersten Mal ein Pferd reiten, uns wurde in einer Tabakfarm auch noch beigebracht, wie man mit getrockneten Tabakblättern Zigarren rollt (von einerm urkomischen, runzligen Kubaner), rauchten im Endeffekt eine Zigarre mit ihm und lernten ein wenig später jede Menge über Kaffee auf einer Kaffee-Farm. Wow, so eine mit tollen Erlebnissen gefüllte Tour ist wirklich etwas Besonderes. Den Ausblick in das Tal von Viñales werde ich wohl so schnell nicht mehr vergessen. Und auch mein gutes, altes, getupftes Pferdchen "Pinto" nicht :-)


Tja, das war's also, ein kleiner Überblick über unsere Kuba-Rundreise. Vom Osten bis zum Westen Kubas haben wir eigentlich alles durch, im Großen und Ganzen. Und auch wenn ich kurz nach unserem Kuba-Trip gesagt habe, dass ich nieeee wieder dorthin zurückkehren muss, ist es nun, ein paar Wochen danach, schon wieder anders in meinem Köpfchen und ich frage mich, welche Orte wir beim nächsten Mal besuchen werden. Cienfuegos? Die berühmte Schweinebucht? Die vielen vorgelagerten Inseln?

 

Wer weiß es schon. Ich weiß nur, dass ich mich schon auf unseren nächsten Kuba-Besuch freue. Viva la Revolucion! Viva Che! Viva Fidel!


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Kommentare: 4
  • #1

    F. Wilhelm (Mittwoch, 08 August 2018 12:23)

    Netter kurzer Überblick von einer Insel mit landschaftlicher Schönheit und interessanten Orten. Bin schon neugierig auf den Rest des Reiseberichtes.

  • #2

    Ulrika (Mittwoch, 08 August 2018 17:54)

    You did a fantastic job! Great! I am looking forward to hearing more very soon! Carry on like that.

    Ha det bra!

  • #3

    Lisbeth T. (Freitag, 10 August 2018 18:30)

    Faszinierender Bericht über ein reiches und auch armes Land. Du zeigst die vielen Schönheiten auf, gibst aber auch einen kurzen Einblick in die ärmlichen Verhältnisse. Das genau macht einen Reisebericht identisch und zeichnet dich aus. Weiter so, freue mich auf den nächsten Bericht.

  • #4

    Harald (Samstag, 11 August 2018 18:30)

    Es ist immer wieder schade, wenn dein Bericht zu Ende ist. Ich bin so gefangen von deinen Schilderungen, daß ich überhaupt nicht ans aufhören den kann. Du schreibst so hin- und mitreißend, unterlegst alles mit tollen Fotos, es ist eine Wucht. Dabei bleibst du sehr liebenswürdig authentisch, so wie du eben bist. Freue mich schon auf den nächsten Bericht